Bei herrlichem Wetter ließen wir uns von Antonia Dinnebier über die schöne Königshöhe in Wuppertal führen, dem Sommersitz der bekannten Wuppertaler Bankiersfamilie von der Heydt. Wir erfuhren nicht nur die Geschichte der reichverzweigten Familie und ihrem Mäzenatentum für die Künstler, deren Bilder im Wuppertaler Museum hängen, sondern auch, dass der heutige Wald seine Aufforstung (Selma-Schonung, ein Verlobungs- bzw Hochzeitgeschenk des Eduard von der Heydt an seine Frau Selma) dieser Familie zu verdanken hat. Denn ursprünglich war die Königshöhe eine landwirtschaftlich genutzte Fläche ohne Bäume, mit nur einem Bauernhof und einer Gaststätte. Viele Gedenksteine, die die Wege und Aussichtpunkte auf den Sichtachsen bezeichnen, finden sich noch heute, leider oft nicht an ursprünglicher Stelle sondern irgendwo im Wald, zum Teil eingesunken in Schichten von Laub und Waldboden. Namen von Künstler und Familienangehörigen wurden in Stein gemeißelt und so als Erinnerung für die Nachwelt erhalten. Nach zweistündigem Gang auch abseits der Wege kehrten wir noch im Landhauscafe „Im Honigstal“ ein und ließen den Nachmittag „süß“ ausklingen.