22 Unternehmerfrauen aus ganz NRW trafen sich in Begleitung der IKK bei strahlendem Sonnenschein zu einer Werksbesichtigung bei der Firma Teekanne in Düsseldorf. Wir erfuhren den Werdegang der Firma Teekanne: 1882 in Dresden gegründet, während des 2. Weltkrieges zerstört und dann unter kommunistischer Regierung enteignet. Einen Neuaufbau gab es in Viersen und 1954 fand der Umzug nach Düsseldorf statt. Im Jahre 1991 wurde auch wieder ein Werk in Dresden eröffnet. Die dort produzierten Produkte werden heute unter der Marke „Teehaus“ vermarktet. Wir Unternehmerfrauen waren doch sehr erstaunt, als wir erfuhren, dass es nur eine einzige Pflanze gibt, die sich „Tee“ nennen darf. Der jeweilige Tee erhält seinen Namen dann nach dem Gebiet, in dem die Teepflanze wächst: So findet man zum Beispiel den Darjeeling, den Champagner unter den Tees, im Himalaya-Gebiet auf ca. 2000 m Höhe. Der Assamtee wächst in tiefer gelegenen Gegenden und hat dadurch einen kräftigeren Geschmack. Alles andere, was wir als Früchte- bzw. Kräutertee bezeichnen, sind „Heißaufgussgetränke“ und keine echten Tees! In der Produktionshalle konnten wir abschließend miterleben, wie 48 Maschinen 24 Stunden am Tag 400 Teebeutel pro Minute befüllen, das ergibt 13 Millionen Teebeutel am Tag und ca. 7,5 Milliarden im Jahr! Das riesige Hochregallager läuft vollautomatisiert und braucht nur im Ausnahmefall „menschliche Hilfe“. Es amüsierte die Runde, dass die Firma Teekanne u.a. auch 14 Teetester beschäftigt, die zeitweise 400-600 Tassen Tee pro Tag probieren, um die beste Pflanzung auszusuchen. Leider konnten wir diese Spezialisten bei der Arbeit nicht beobachten!